EduCamp 2008 zu "Lernen und Lehren 2.0" in Ilmenau

Im modernen Humboldtbau der Technischen Universität Ilmenau, gelegen im Thüringer Wald, findet dieses Wochenende vom 18. bis 20. April 2008 ein EduCamp zum Thema "Lernen und Lehren 2.0" statt.

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Zur Einstimmung wurden gestern am Eröffnungsabend die Themenschwerpunkte des EduCamps in kurzen Runden diskutiert. Ich war zusammen mit anderen Referenten eingeladen an der impulsgebenden Podiumsdiskussion teilzunehmen und einige Thesen zum Thema E-Portfolios und lebenslanges Lernen zu formulieren. Nachstehende Thesen habe ich ausgeführt:

- These 1: Viele sprechen über E-Portfolios, aber nur wenige tun es!
- These 2: E-Portfolios sind tot – es lebe die Digitale Identität!

Anschliessend wurden auch die folgenden zwei Fragen mit dem Plenum diskutiert:
- Sind E-Portfolios ein Datenschutzrisiko?
- Sind E-Portfolios nicht nur "Schönfärberei" der Persönlichkeit und dienen egozentrischer Selbstdarstellung?

Von den anderen Referenten wurden die weiteren Themen wie Corporate Learning 2.0 (Dr. Peter Schütt), E-Learning 2.0 in Schule (Dr. Ulrich Schmid) und Hochschullehre (Prof. Dr. Michael Kerres und Prof. Dr. Paul Klimsa), digitale Spiele/Virtuelle Welten im Bildungseinsatz (Prof. Dr. Klaus P. Jatke; Prof. Dr. Jean-Pol Martin) sowie Datenschutz und Privatheit im Web 2.0 (Ricardo Cristof Remmert-Fontes) angeregt.

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Speziell zu erwähnen ist, dass Prof. Dr. Michael Kerres virtuell dazu geschaltet war und die anwesenden oder virtuell dazu geschalteten Teilnehmenden via Twitter ihr "Konferenzgeflüster" dazugeben konnten.

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Das anwesende Publikum diskutierte unter der Moderation von Ulrike Reinhard und Steffen Büffel fleissig mit.

Das Programm für die folgenden zwei EduCamp-Tage wird von den Teilnehmenden selber gestaltet. Spannend tönen jedenfalls die Namen der Sessionräume:
- Eselsbrücke
- Gedankensprung
- Wissensdurst
- Elfenbeinturm
- Geistesblitz
- Hirnrinde
- Denkstruktur
- Internet-Lounge
- Pausenfüller
- Notlösung

Alle weiteren Informationen finden sich auf der Community-Plattform http://educamp2008.mixxt.de . Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren!

Podiumsdiskussion am EduCamp 2008 zu E-Portfolio

Da Prof. Peter Baumgartener als Referent am EduCamp 2008 in Ilmenau kurzfristig ausgefallen ist, habe ich von Marcel Kirchner die Anfrage erhalten, ob ich für die Podiumsdiskussion zum Thema 6 "Leistungsorientierte Selbstdarsteller oder zukunftsorientierte Networker - Was ist das wirkliche Potenzial von E-Portfolios?" einige Thesen formulieren könne.

Nachstehendes Einleitungsvideo soll gezeigt werden:
CityU ePortfolio: Have you got your ePortfolio created?


Hintergrund:
E-Portfolios werden in der Wissenschaftswelt derzeit heiß diskutiert und für die Chancen im Bereich des informellen und lebenslangen Lernens gelobt. Aber was können E-Portfolios wirklich leisten? Tragen E-Portfolios wirklich dazu bei, sich professionell zu präsentieren? Oft stellen zukünftige Arbeitgeber in Vorstellungsgesprächen die Frage danach, warum man gerade der oder die Richtige für den Job sei und was für Kompetenzen man denn vorweisen könne - gerade auch im Medienbereich. Als Antwort werden zunehmend E-Portfolios genannt, die als wichtige Ressource dienen können, sich proaktiv und kompetent im Netz darzustellen. Aber nimmt sich ein Arbeitgeber wirklich die Zeit, solche Profile im Internet intensiv zu durchstöbern? Sind E-Portfolios dann nicht nur die "Schönfärberei" der Persönlichkeit und dienen egozentrischer Selbstdarstellung?

Als Überleitungsmöglichkeiten zur gemeinsamen Abschlussrunde "Datenschutz und Privatheit im Web 2.0" als Risiken von E-Portfolios sollen folgende zwei Fragen diskutiert werden:
- Sind E-Portfolios ein Datenschutzrisiko?
- Tragen E-Portfolios entscheidend mit dazu bei, Internet-Nutzer in "gläserne Menschen" zu verwandeln?


Blogs als Lerntagebücher an der Uni Hamburg

Frau Dr. Marion Bruhn-Suhr berichtet in einem Interview anlässlich der Online Educa 2007 darüber, wie an der Arbeitsstelle fuer wissenschaftliche Weiterbildung der Uni Hamburg Blogs als Lerntagebücher eingesetzt werden:

Lerntagebücher Uni Hamburg

Zum Video: http://tv.corpu.com/default.aspx?id=95&nav1=1%20&nav2=4

Before selecting a technology, be sure to assess why you are selecting that technology. The Universitat Hamburg uses blogs as the students learning portfolio. They ask the students to put in a comment at least once a week so at the end of the course, they can look back and see how much they have learned. Moderators and peers were required to comment on the postings in order to keep the students engaged.

Tipp: e-teaching.org Blog