E-Assessment in der Lehrerinnen und Lehrerbildung

Mandy Schiefner vom E-Learning Center der Universität Zürich hat in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Beiträge zur Lehrerbildung, 25 (1), 2007, hat einen lesenswerten Artikel zum Thema "E-Assessment in der Lehrerinnen und Lehrerbildung: What's new with the "E"? verfasst. Darin wird erfreulicherweise auch unser E-Portfolioprojekt an der Pädagogischen Hochschule Rorschach - ab September 2007: Pädagogische Hochschule des Kantons St.Gallen - erwähnt:

Ein Beispiel für den Einsatz von E-Portfolios findet sich derzeit an der PH Rorschach (Hofmann, 2006). Eine Vorstudie, die den Einsatz begleitete, zeigte den Vorteil von Weblogs und E-Portfolios gegenüber der papierbasierten Variante auf. "Mit Bezug auf die erreichten Lernfortschritte beim Erstellen eines Lernreisebuches bildete sich (...) eine signifikante Verschlechterung bzw. Benachteiligung aus Sicht der Studierenden ab, welche mit der herkömmlichen Papierform arbeiteten" (Christen et al., 2006 S. 25). E-Lernreise-Tagebuch und E-Portfolios einiger Studierender sind einsehbar unter: http://ping.phrblog.kaywa.ch .

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E-Portfolioarbeit an der Hogeschool Drenthe (NL)

Vor einigen Tagen war Wilfred van Eisden, ICT-Verantwortlichen der Drenthe Hogeschol (NL), zu Besuch an der Pädagogischen Hochschule Rorschach (CH). Wir hatten dabei einen anregenden Austausch über die ePortfolioarbeit an unseren beiden Hochschulen. Die Drenthe Hogeschol von Niederlande (Holland) verwendet als ePortfolio-Tool die Plattform Blackboard Academic Suite.

Drenthe Hogeschol

Lehramtsstudium für basisonderwijs (Alter der Kinder: 4 bis 12 Jahre)Das neue Curriculum hat das Zeug, die PABO’s der Hogeschool Drenthe (mit Standorten in Emmen, Assen und Meppel) an die europäische Spitze zu bringen. Von Beginn an sind die Studierenden regelmäßig am Praxislernort Schule eingesetzt. Denn das Studium ist nicht an Unterrichtsfächern, sondern an den Problemen der Unterrichtspraxis in der Schule orientiert. Studiert wird in Projekten und Arbeitsgruppen. Nach der Portfolio-Methode werden die individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten eingeschätzt, Lernfortschritte festgestellt und neue individuelle Studienaufgaben und Ziele vereinbart - gemeinsam mit dem Mentor und in der Lerngruppe. Entsprechend viel Lehrpersonal ist vorhanden. Das Studium dauert 4 Jahre

Einige interessante Punkte zur ePortfolioarbeit an der Drenthe Hogeschol:
Die Portfolioarbeit ist in der Niederlande (Holland) grundsätzlich viel stärker etabliert als in der Schweiz. Die Lernenden arbeiten bereits in der Grundschule mit Portfolios. Die Studierenden an der Drenthe Hogeschol dokumentieren in ihrem ePortfolio Artefakte aus allen Lernbereichen. Pro Semester - es gibt in Holland 4 Semester pro Jahr - müssen die Studierenden rund 28 Stunden für das eigene ePortfolio investieren. Nach dem bewertenden Portfolio-Gespräch mit dem betreuenden Dozierenden erhalten die Lernenden jeweils 2 ECTS Punkte. Insgesamt werden also 8 ECTS Punkte pro Jahr für das ePortfolio vergeben. Nicht alle Dozierenden betreuen Lernende bei der Portfolioarbeit. Für die Portfolio-Betreuung werden den Dozierenden rund 500 Stunden pro Jahr angerechnet; wobei jeder Dozierende 15 Studierende betreut. Insgesamt steht pro Studierende also ein Zeitbudget von ca. 33 Stunden pro Jahr zur Verfügung!


Quelle: http://www.fh-drenthe.de